Jeder anständige Autor muß auf jeder nur denkbaren Stufe sein Publikum respektieren und darf ihm darum nur das subjektiv Beste vom Besten bieten.

 

Kurt Tucholsky

WILLKOMMEN AUF MEINER GANZ PERSÖNLICHEN SEITE

Meine Welt ist die der Worte, Texte und Bücher. Nicht ausschließlich - aber überwiegend. Denn kaum etwas ist so machtvoll wie ein wahres Wort, wenig  so inspirierend  wie ein kluger Text, selten ist etwas bereichender als ein fesselndes Buch und  nichts  so erfüllend wie das Schreiben. 

Deshalb schreibe ich  bereits mein ganzes berufliches Leben lang. Ich kann es nicht lassen. Machen Sie es sich also gemütlich in meinem virtuellen Arbeitszimmer und lesen Sie auf meiner Seite, wonach immer Ihnen der Sinn steht. Ich freue mich darüber. 

Was gibt es Neues? 

1. März 2021: Erstausstrahlung meines neues Films "Das Finale- Fukushima und der deutsche Atomausstieg" in der ARD, produziert von der Vincent TV, unter dem ausführenden Produzenten Theo Lange. 

2. Oktober/November 2021: Der genaue Erscheinungstermin für ein neues Buch mit dem internationalen Star-Dirigenten Kent Nagano wird noch bekanntgegeben. Das erste Buch "Erwarten Sie Wunder!" hatte es für mehrere Wochen auf die Spiegel-Top-50-Bestsellerliste geschafft. 

November 2020: 1. Preis des Helmut-Schmidt-Journalistenpreises für die Dokumentation "D-Mark, Einheit, Vaterlang - das schwierige Erbe der Treuhand". 

Oktober 2020: 1. Preis beim Deutschen Wirtschaftsfilmpreis für die Dokumentation "D-Mark, Einheit, Vaterland - das schwierige Erbe der Treuhand". 

Empfehlung: 

Die Zukunft des Fußballs ist weiblich!

Immer mehr Männerklubs investieren in den Frauenfußball: In Deutschland beginnt erst jetzt, was international seit Jahren Trend ist. Die großen Klubs erkennen die unternehmerischen Vorteile eines kompletten Angebots.

Von Inge Kloepfer 

https://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/bundesliga/frauenfussball-bundesliga-warum-sich-grosse-klubs-jetzt-engagieren-16937791.html

Meine Kolumne in: Der Hauptstadtbrief

Auf den zweiten Blick

27. Februar 2021

Grenz-Werte 

 

Öffnen oder nicht öffnen – das ist die Frage, die am kommenden Mittwoch zwischen der Bundeskanzlerin und den Ministerpräsidenten verhandelt wird. Die unlängst festgelegten Inzidenzwerte der Kanzlerin machten eine Verlängerung des Lockdowns zwingend – wohl mindestens bis Ostern. Gleichwohl zeichnen sich vorsichtige Lockerungen ab. Das passt nicht zusammen.

Doch passt in der Corona-Krise noch viel mehr nicht zusammen. Die erste Pandemie klingt ab, eine zweite, bald wohl dritte baut sich auf. Die Impfdosen wurden so spät bestellt, dass sie die Verbreitung von Corona-Mutanten nicht mehr bremsen können. Dazu kommt, dass tausende Dosen ungenutzt bleiben. Bedenklicher noch: Die Bevölkerung, die sich 12 Monate lang en gros gehorsam an die vorgegebenen Beschränkungen gehalten hat, wird unruhig. Dank der vorausschauenden, restriktiven Politik der Bundeskanzlerin sei Deutschland vergleichsweise glimpflich durch die pandemische Krise gekommen, sagen jetzt die Mahner. Deshalb müsse man durchhalten. Aber stimmt das überhaupt?

Der glimpfliche Verlauf liegt sicher nicht an Merkels vermeintlich kluger Corona-Politik. Allzu klug ist ihre Strategie nämlich nicht, navigiert ihre Bundesregierung doch noch genauso durch das Infektionsgeschehen wie noch vor einem Jahr, als hätte sie in den vergangenen zwölf Monaten nichts lernen können. Im internationalen Vergleich glimpflich davongekommen ist Deutschland vor allem aufgrund der enormen Staatsgläubigkeit seiner Bürger. Wenn der Staat etwas vorschreibt, dann halten sie sich daran. Diese bürgerliche Staatsgläubigkeit hat Tradition. Man könnte fast sagen, sie gehört zur DNA des zentraleuropäischen Bürgerdaseins. Das ist für Regierungen ungemein praktisch. Deutschland ist, wenn Kollateralschäden des Staatshandelns mit Geld kompensiert werden, leicht zu regieren.

Dass selbst der Staat mitunter überfordert ist, merken die des Lockdowns müden Bürger jetzt. Sie sind des Regierens über die Verbreitung von Angst und Schrecken überdrüssig. Mehr noch, immer weniger Bürger können nachvollziehen, warum trotz unterschiedlichen Infektionsgeschehens alles überall gleich gehandhabt werden soll. So kann und wollen sie nicht leben.

Der anschwellende Unmut hat sich bis in die obersten Regierungskreise herumgesprochen. Merkel hat angeblich eine Strategie, über die wir am Mittwoch mehr erfahren werden. Bayerns Markus Söder ist derweil vorgeprescht und hat noch vor der nächsten Coronarunde konkrete Öffnungsschritte angekündigt. Er weiß, warum: Die Bürger hierzulande sind zwar keine Revolutionäre. Doch sie wissen genau, ab wann sie sich den Vorschriften einfach entziehen. Die Staatsgläubigkeit hat sogar bei den so braven Deutschen ihre Grenzen. Da bleibt selbst Merkel zum Öffnen keine Alternative.

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